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Wir danken Frau Claudia Irmer-Hellwig
die uns freundlicherweise diese Chronik für eine Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

 

15.-19. Jahrhundert

1409 Gründung der Leipziger Universität „Alma Mater Lipsiensis" durch Herzog Friedrich dem Streitbaren
1481 Das erste Buch erscheint in Leipzig- gedruckt von Marcus Brandis
1485 Die erste Buchdruckerei in Leipzig entsteht
1511/12 Die Nikolaischule als erste städtische Schule entsteht
1519 Disputation zwischen Martin Luther und Johannes Eck an der Pleißenburg
1539 Reformation
1660 Die erste Tageszeitung der Welt kommt in Leipzig heraus
1682 Die erste Gelehrtenzeitschrift wird von Otto Mencke, Prof. der Politik und Moral herausgegeben
1687 Thomasius hält das erste deutschsprachige Kolleg an der Universität
1734 J.C. Gottsched wird Professor für Logik und Metaphysik an der Universität Leipzig
1764 Gründung der Zeichnungs-, Mahlerey- und Architektur- Academie zu Leipzig 
Direktor Adam Friedrich Oeser (1717- 1799)
1765 J.W. Goethe kommt nach Leipzig um Jura zu studieren
1785 Friedrich Schiller verbringt einige Monate in Leipzig, schreibt hier an „Don Carlos" und „Ode an die Freude"
1825 Gründung des Börsenvereins der deutschen Buchhändler und Herausgabe des Börsenblattes
1826 Die Firma Brockhaus beginnt mit der industriellen Herstellung von Büchern
1828 Reclam gründet eine Leihbibliothek und anschließend einen Verlag
1838 Gründung der Königlich- Sächsischen Baugewerkenschule zu Leipzig 
Direktor Albert Geutebrück (1801-1868)
1843 Gründung des „Conservatorium der Musik"- später Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy"
1846 Gründung der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften, ab 1919 Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
1847 In Leipzig leben ungefähr 150 Juden
1865 F. Nietzsche kommt nach Leipzig
1871 Gründung des „Vereins für Familien und Volkserziehung Leipzig" von Henriette Goldschmidt
1875 In Leipzig leben ca. 2500 Menschen mit jüdischem Glauben
1894 Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde entsteht in Leipzig
1898 Gründung der Handelshochschule

20. Jahrhundert bis heute


1900 Es gibt bereits 6000 Juden in Leipzig
1909 Gründung Königlich- Sächsische Bauschule
1911 Henriette Goldschmidt gründet die „Hochschule für Frauen"
1912 Gründung der Deutschen Bücherei in Leipzig
1913 Einweihung der Israelitischen Schule
1919 Erich Kästner studiert in Leipzig Germanistik und Theaterwissenschaften
1920 Gründung der Sächsischen Staatsbauschule
1922 Gründung der Höheren Maschinenbauschule Leipzig
1953 Die Fachschule für Post und Fernmeldewesen wird eröffnet- heute Fachhochschule der Deutschen Telekom in Leipzig
1955 Das erste Literaturinstitut in Leipzig wird gegründet und erhält 1958 Hochschulcharakter
1970 Eröffnung der Ingenieurschule für Energiewirtschaft Leipzig
1977 Gründung Technische Hochschule Leipzig
1990 Die Wirtschaftsakademie P. Rahn wird eröffnet
1991 Gründung Deutsche Fachhochschule der Telekom in Leipzig

Das Umweltforschungszentrum Leipzig- Halle GmbH (2001 ungefähr 650 Mitarbeiter) entsteht

1992 Entstehung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen

Gründung des Instituts für Oberflächenmodifizierung e.V. und des Institutes für Troposphärenforschung Leipzig als Teile der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibnitz

Integration der Theaterhochschule „Hans Otto" in die bestehende Hochschule für Musik und Theater

1995 Eröffnung des Simon- Dubnow- Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig

Gründung des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V.

Eröffnung des Max-Planck- Instituts für neuropsychologische Forschung

1996 Gründung des Max Planck- Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften
1997 Das Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie wird eröffnet

Eröffnung der Freien Grundschule „Clara Schumann" unter der Trägerschaft von Dr. P. Rahn & Partner

Service von www.leipzig-info.net

 

Völkerschlacht  Leipzig

Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Blick auf das Völkerschlachtdenkmal 1920

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert an die erste große Massenschlacht der Menschheitsgeschichte. Über eine halbe Million Soldaten aus fast ganz Europa standen sich im Oktober 1813 auf den Schlachtfeldern um Leipzig gegenüber. Mehr als 120.000 Menschen haben während der blutigen Kämpfe oder anschließend durch Hunger und Seuchen ihr Leben verloren.

Geschichte

Im Herbst 1813 wird bei Leipzig Weltgeschichte geschrieben. Die verbündeten Armeen Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens stehen Napoleons Streitmacht gegenüber. Vom 16. bis zum 19. Oktober kämpfen eine halbe Million Soldaten um das künftige politische Schicksal Europas. Tagelang toben erbitterte Schlachten und Gefechte um die Dörfer vor den Mauern der Stadt. Schließlich muss Napoleon der Übermacht seiner Gegner weichen. Rund 110.000 Menschen bezahlen die Schlacht mit ihrem Leben.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert spielt das historische Ereignis Völkerschlacht im Bürgertum eine wichtige Rolle. Davon zeugen eine Vielzahl von unterschiedlichen Erinnerungsorten und natürlich besonders das 1913 eingeweihte Völkerschlachtdenkmal.

Denkmal

Architekt Hofherr Clemens Thieme

Im Jahre 1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal von Kaiser Wilhelm II. in Anwesenheit des sächsischen Königs und weiterer Fürsten deutscher Staaten sowie der Vertreter Österreichs, Rußlands und Schwedens eingeweiht.

Das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt steht an der Stelle, an der Napoleon am 18. Oktober 1813 seinen Gefechtsstand hatte. Auf den Betonpfeilern, auf die der Denkmalshügel aufgeschüttet ist, lastet ein Gewicht von ca. 300.000 t. Vor dem Mahnmal wurde ein Wasserbecken angelegt, daß die Tränen der Völker, die um die Opfer der Schlacht trauerten, symbolisiert. Die Innenhalle mit ihren 68 m Höhe gliedert sich in drei Ebenen. Die erste Ebene ist eine Krypta, die an die Gefallenen erinnern soll. Auf der zweiten Ebene findet man eine Ruhmeshalle für das deutsche Volk und darüber befindet sich die Kuppelhalle.

Der Monumentalbau wurde von Clemens Thieme ausgeführt. Die Entwürfe stammten vom Berliner Architekten Bruno Schmitz. Die Figuren, die jeweils eine Charaktereigenschaft darstellen, wurden zum Teil vom Breslauer Bildhauer Christian Behrens gefertigt. Das Völkerschlachtdenkmal, in dessen Kuppel (Fußdurchmesser 28m) auch Konzerte stattfinden, kann besichtigt werden (Mai - Oktober: 10-17 Uhr, November - April: 9-16 Uhr). Nach 500 Stufen Aufstieg kann man von der Plattform die herrliche Rundsicht über Leipzig und Umgebung genießen.

Direkt neben dem Völkerschlachtdenkmal findet man den Südfriedhof, der vor über 100 Jahren angelegt wurde, als die Bevölkerung während der Gründerzeit sprunghaft anstieg. Diese zentrale städtische Begrabungsstätte mit seinen 120.000 Grabsteine auf einer Fläche von 82 ha steht unter Denkmalschutz und zeigt deutsche und sächsische Bestattungskultur sowie Grab- und Grabsteingestaltung (traditionelle Erdgräber, Aschestreuwiesen, Urnenfelder, komplette Ehrengräber, Gedenksteine). 1000 Grabmäler stehen unter Denkmalschutz.

Kontakt

Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.

Magazingasse 4

04109 Leipzig

Telefon: 0341.9618538

Telefax: 0341.9618540

E-Mail: voelkerschlachtdenkmal@gmx.de

Homepage: http://www.fvvsd.de

 

Völkerschlachtdenkmal

Prager Straße

04299 Leipzig

Telefon: 0341.8780471

Telefax: 0341.8780471

E-Mail: voelkerschlachtdenkmal.leipzig@t-online.de

Homepage: http://www.voelkerschlachtdenkmal.de

 


Das Gohliser Schlößchen in Leipzig

Foto von bidaba.de

Das Gohliser Schlösschen gehört mit seiner einzigartigen und gut erhaltenen baulichen Substanz zu den Kleinoden der sächsischen Kulturgeschichte und zu den sehenswerten Punkten der Stadt Leipzig. Erbaut 1755/56, als Symbol des aufstrebenden Bürgertums der Stadt an der Pleiße, diente es lange Zeit als Sommerpalais bürgerlicher Kaufleute, Akademiker und Aristokraten. Schon im 19. Jahrhundert gab es eine Reihe von nutzungsbedingten Umstrukturierungsmaßnahmen, gefolgt von weiteren Renovierungsbemühungen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, sowie Veränderungen im Innenbereich während der Zeit des Kalten Krieges. Erst Anfang der Neunziger Jahre kam es zu einer grundlegenden Restaurierung der gesamten Schlossanlage. Dabei wurde vor allem Wert auf die originalgetreue Wiederherstellung der Räumlichkeiten im Stil des 18. Jahrhunderts gelegt, die innerhalb von zweieinhalb Jahrhunderten viel von ihrem ursprünglichen Charakter verloren hatten. Die Finanzierung der Neugestaltung erfolgte aus Mitteln der Stadt Leipzig, des Landes, des Bundes, sowie mit Unterstützung durch Fördermittel der deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bundesstiftung Umwelt und des Freundeskreises "Gohliser Schlösschen" e.V.

Garten - Orangerie

Der Garten des Gohliser Schlösschens ist mit seinem Springbrunnen, den malerischen Plastiken und seinen satten Grünflächen eine Oase der Ruhe und der ideale Ort für einen kleinen Spaziergang. Grosse Kastanien und Eichen spenden im Sommer den nötigen Schatten und in der kalten Jahreszeit schützen die den Garten flankierenden Arkaden vor Frost und Eiswinden. An schönen Tagen kann man Platz an den zahlreichen Tischen nehmen, Kaffee trinken und die Nachmittagssonne genießen.

Kontakt

Gohliser Schlößchen

Menckestraße 23

04155 Leipzig

Telefon: 0341.5642679

Telefax: 0341.5896919

E-Mail: gohliser-schloss@web.de

Web: http://www.gohliser-schloss.de